Zeltpflege und Tipps zum Aufbau

Zeltpflege und Tipps zum Aufbau

 

Pflegeanleitung für dwt-Zelte

Wir fertigen all unsere Produkte nach höchsten Standards. Zusätzlich zu unserer eigenen strengen Qualitätskontrolle lassen wir unsere Gewebe ständig durch unabhängige Institute auf Reißfestigkeit, Wasserdruckbeständigkeit, Licht- und Wetterechtheit überprüfen. Und damit Sie auch noch viele Jahre nach dem Kauf so richtig Freude an Ihrem dwt-Zelt oder -Sonnendach haben, beachten Sie bitte die folgenden einfachen Tipps: 

Grundsätzliches zur Pflege von Zelten und Sonnendächern

Bitte verpacken Sie Ihr Zelt nur in trockenem, möglichst sauberem Zustand. Restfeuchtigkeit kann zu Stockflecken und Schimmelbefall führen. Müssen Sie das Zelt dennoch einmal feucht einpacken, sollten Sie es spätestens nach 12 Stunden zum Trocknen aufhängen.

Die meisten Verschmutzungen sind oberflächlich und lassen sich nur mit klarem Wasser und einem Tuch oder einer Bürste entfernen. Ist das Gewebe mal stark verschmutzt, geben Sie einfach ein mildes Reinigungsmittel ins Wasser. Bitte verwenden Sie niemals aggressive Chemikalien und setzen Sie bitte keine Hochdruckreiniger ein.

Spezielle Pflegetipps für spezielle Materialien

» PVC-beschichtete Dachware, Seitenwände und Erdstreifenware
reinigen Sie am besten mit klarem Wasser und einem Tuch oder einer weichen Bürste. Bei starker Verschmutzung geben Sie dem Wasser ein fettlösendes Spülmittel bei. Eventuelle Spülmittelreste auf dem Gewebe bitte sorgfältig abwaschen.

» Acryl-Gewebe für Vorzelte und Markisen
Acryl-Zeltgewebe säubern Sie mit einem farblosen Radiergummi oder einer Bürste. Bei schwerer Verschmutzung setzen Sie eine Mischung aus lauwarmem Wasser und einem ph-neutralen Waschmittel (z.B. Kernseife) ein. Die Wasser-Seifenlauge muss danach sorgfältig ausgewaschen werden, um die Materialeigenschaften zu erhalten. Da das Material imprägniert ist, sollten Sie nach der Reinigung den Schutz des Gewebes mit einem handelsüblichen Imprägniermittel wieder auffrischen.
Speziell für Markisen:
Es ist nicht immer möglich das Tuch trocken ein zu rollen. Beachten Sie aber, dass nach max. 24 Stunden das Tuch komplett abtrocknen soll.
Bei feucht eingewickeltem Tuch kann es dann zur „Wabenbildung“ des Gewebes führen, die bei ungünstigem Lichteinfall sichtbar sind aber keinen Einfluss auf die Qualität, Lebensdauer oder Funktion haben.

» Fensterfolien
pflegen Sie nur mit klarem Wasser und einem weichen Lappen. Setzen Sie keinesfalls alkohol- oder lösungsmittelhaltige Reiniger ein – diese machen die Folie hart und brüchig.
Zusatzhinweis: Verzichten Sie bei Ihrem Zelt bitte auf das Anbringen der beliebten Window-Color-Bilder – die in den Farben enthaltenen Inhaltsstoffe können die Folie beschädigen.

» trailtex und einseitig acrylat-beschichtetes Gewebe
Leichte Verschmutzungen entfernen Sie mit klarem Wasser und einem Tuch oder einer Bürste. Ist das Gewebe stark verschmutzt, geben Sie ein ph-neutrales Waschmittel zu, z.B. Kernseife. Bitte achten Sie darauf, Waschmittelrückstände vollständig abzuwaschen, damit das Gewebe seine Materialeigenschaften nicht verliert. Bei sachgemäßer Reinigung werden Wasser- und Regendichtigkeit nicht beeinträchtigt
Speziell für Markisen:
Das beschichtete Tuch muss nach spätestens 24 Stunden komplett abtrocknen, wenn es feucht eingerollt wurde. Es kann auch hier zu Wickelfalten und Wasserflecken kommen, die nicht vermieden werden können.

» Baumwolle
behandeln Sie bei leichter Verschmutzung mit einem farblosen Radiergummi oder einer Bürste. Intensive Verschmutzung wird mit einem Gemisch aus lauwarmem Wasser und einem ph-neutralen Waschmittel (z.B. Kernseife) entfernt. Achten Sie bitte darauf, dieses Gemisch sorgfältig wieder auszuwaschen, damit die Materialeigenschaften erhalten bleiben. Nach der Reinigung frischen Sie bitte die Imprägnierung mit einem handelsüblichen Imprägniermittel wieder auf.
Zusatzhinweis: Feuchtes Baumwollgewebe bitte nicht von innen berühren, sonst verliert die Imprägnierung an dieser Stelle ihre Wirkung!

» Reißverschlüsse
bleiben leichtgängig, wenn Sie sie in gewissen Abständen mit handelsüblichem Reißverschluß-Spray behandeln. 

 

Zusatzinformationen für ‘Zelt-Einsteiger’

Unregelmäßigkeiten in der Webung (wie Knotenstellen und Verdickungen) entstehen durch Fertigungstoleranzen und sind kein Grund zur Sorge, sie beeinträchtigen die Gebrauchsqualitäten Ihres Zeltes in keinster Weise.

Die Bildung von Kondenswasser im Zeltinnern ist eine Erscheinung, die durch Schwankungen zwischen Außen- und Innentemperatur hervorgerufen wird. Durch diesen Temperaturunterschied steigt Feuchtigkeit vom wärmeren Boden auf und schlägt sich auf der Innenseite des kälteren Dachs nieder. Mit einem luftdichten Zeltboden und bei guter Durchlüftung läßt sich Kondenswasserbildung deutlich reduzieren.

Reißverschlüsse sind Verschleißartikel, die stetiger Belastung ausgesetzt sind. Für lange Haltbarkeit sollten sie schonend und langsam geöffnet und geschlossen werden (ohne Reißen). Es empfiehlt sich, die Reißverschlussenden über Kreuz abzuspannen, um das Überdehnen zu vermeiden. Bei regelmäßiger Pflege mit Reißverschluss-Spray laufen die Reißverschlüsse leicht und ‘haken’ nicht.

Im Sinne der Verbraucherinformation weisen wir Sie auf ein paar Details hin, die Sie als ‘Zelt-Einsteiger’ vielleicht noch nicht kennen:

Um absolute Dichtigkeit zu gewährleisten, werden Dachgewebe mehrfach beschichtet. Während dieser Beschichtungsvorgänge können sich einzelne Farbpigmente verschieben, wodurch im Material winzige sichtbare Lichtpunkte entstehen. Das Dach ist jedoch absolut dicht, auch an diesen Stellen.

Bei der Verarbeitung unbeschichteter Materialien wie z.B. Leacryl können Knickfalten entstehen, die insbesonders bei hellen Gewebefarben im Gegenlicht dunkel wirken. Auch helle Streifen (der sogenannte ‘Weißbruch’) lassen sich bei diesen Materialien nicht vermeiden.

Abspannzubehör, Abspannhaken und Ösen sowie eingenähte Sturmlaschen sind ebenfalls Verschleißartikel. Die Haltbarkeit hängt von den Belastungen ab, denen sie ausgesetzt sind.


Reklamationen/Reparaturen

Reklamationen sind nur dann wirksam, wenn Material- und Verarbeitungsfehler vorliegen. Bitte geben Sie Reklamationen oder Reparaturen frühzeitig ab, denn unmittelbar vor der Urlaubszeit herrscht Hochbetrieb. Und bitte haben Sie Verständnis, dass wir nur saubere Zelte annehmen können.

Tipps für unterwegs:

Zeltplatz

Liegt die Stelle so, dass sie bei Regen nicht zum See wird? Eventuell ansteigende Flüsse und Gezeiten berücksichtigen. Den Untergrund (trotz Zeltunterlage) von spitzen, scharfkantigen Gegenständen befreien. Im Wald können herabfallende Äste und Harz das Zelt erheblich beschädigen.

Die Zeltunterlage

darf nicht unter dem Zeltboden hervorstehen, sonst kann sich darauf Wasser sammeln, das sich gemächlich durch den Boden drückt. Für manche Zelte gibt es sie im exakten Maß, wenn nicht, müssen Sie eine Standardplane zuschneiden.

 

 

Aufbau

Bei Wind ist u.a. zu beachten, dass sich der Eingang im Windschatten (Leeseite) befindet. Das Zelt lässt sich im Wind leichter aufbauen, wenn es vorab mit Heringen fixiert wird.
Bei Windstille ist die Ausrichtung eine Frage der örtlichen Gegebenheiten. Das Gestänge vorsichtig in die Kanäle schieben und vor allem bei geodätischen Zelten darauf achten, dass die Kanäle nicht verwechselt werden!
Schlägt das Außenzelt nach dem Aufbau Falten, hängt zu stark durch oder lassen sich die Reißverschlüsse nur schwer bewegen, muss über Heringe und Abspannleinen an der Feinabstimmung gearbeitet werden!

Gestänge

Optimal sind saubere Steckverbindungen, die vollständig zusammengefügt sind. Ein flusig zusammengestecktes Gestänge ist eine Sollbruchstelle! Wird für die Steckverbindungen ein Gleitmittel benutzt, muss es öl- und fettfrei sein, wie beispielsweise Silikonspray, sonst bleibt Schmutz daran haften. Im Falle eines Bruchs kann das Gestänge unterwegs per Reparaturhülse geschient, bzw. beim Service-Plus-Gestänge, durch ein Austauschsegment ersetzt werden.

Heringe

Nie mit Gewalt in den Boden schlagen! Ggf. Zeltschnur in den Abspannpunkt schlaufen und den Hering per Verlängerung an einem anderen Ort platzieren. Damit das Außenzelt abschließt, die Leine am Abspannpunkt z.B. mit einem Stein beschweren (nie direkt auf die Zelthaut legen).
Zelte sind standardmäßig mit Universal-Heringen ausgestattet, die, je nach Einsatzbereich, durch spezielle ersetzt/ergänzt werden müssen. Es lohnt sich, ein auf die Tour individuell abgestimmtes Sortiment im Gepäck zu haben, um das Zelt stabil aufzubauen.

Sturm

Zelte sind unterschiedlich windstabil! Ist mit Sturm zu rechnen, sollten zusätzliche Abspannleinen und Heringe nicht fehlen. Mit deren Hilfe wird die Zugbelastung, der die Nähte im Wind ausgesetzt sind, reduziert; die Nähte werden geschont.

Abspannleinen

Die Leinen nicht mit Gewalt straffen. Nimmt der Wind zu, können Befestigungspunkt und Zeltnaht einreißen.

Sonne

UV-Strahlung beansprucht das Gewebe und vermindert die Haltbarkeit; der Verschleiß im Gebirge und am Meer ist immens. Bei hohen Nachttemperaturen ist es ideal, wenn das Innenzelt frei stehen kann (ohne Außenzelt); es bietet die beste Belüftung.

Kochen

Nie im geschlossenen Zelt kochen! Durch das entflammbare Gewebe ist es grundsätzlich nicht ungefährlich: ein umkippender Kocher, Stichflammen nach dem Vorheizen, ausgelaufener Brennstoff, Schäden an der Beschichtung durch die Hitzeentwicklung etc. Hinzu kommen noch der hohe Sauerstoffverbrauch und die Kondenswasserbildung.